So wählst du deinen Kite

Die für Anfänger empfehlenswertesten Kites sind: Bow, Hybrid und Delta. C-Kites sind nicht für Anfänger geeignet — ihr Handling ist sehr aggressiv.

Die wichtigsten Eigenschaften deines ersten Kites:

- Viel Depower (reduziert die Leistung) — dadurch hast du mehr Spielraum für Fehler, gute Stabilität und Kontrolle über den Kite.

- Das Leinensystem kann 4 oder 5 Leinen haben. Wir empfehlen 4-Leiner — einfacher aufzubauen — aber einige Kites wie C-Kites brauchen 5 Leinen, um aus dem Wasser zu starten.

Du musst dich fragen, welche Art von Fahren du machen wirst — davon hängt deine Kitewahl ab:

Freestyle: du willst wie ein „Pro" fahren und die neuesten Tricks ausprobieren.

Freeride: Fahren und Springen unter allen Bedingungen — Flachwasser, Wellen, Chop — ohne dir zu viele Sorgen darüber zu machen, welcher Trick gerade in Mode ist (auch wenn das nicht heißt, dass du sie nicht ab und zu probieren solltest).

Waveriding: eine eigene Kategorie — nur wenn die Welle über 1,5 m hoch ist, gefahren mit einem Surfboard.

Kites für die verschiedenen Fahrstile.
 

AUFBLASBARE KITES
 

C-Kites

C-Kite

Sie haben ein Stoffsegel mit aufblasbaren Stäben, die das aerodynamische Profil stabil halten, und ein aufblasbares Hauptrohr (Vorderkante), das die Bogenform aufrechterhält — sie sind allerdings nicht leicht zu starten. Diese Eigenschaften machen sie zu den am häufigsten verwendeten Kites unter Profis und erfahrenen Kitern. Viele Marken bieten Modelle dieses Typs an. Sie entwickeln sich Jahr für Jahr weiter.


Vorteile: Gute Höhe-Eigenschaften (Fahren gegen den Wind). Recht stabil, viel Power für Sprünge und gute Hangtime. Sie können mit einer großen Windbreite genutzt werden (5 Leinen) und verhalten sich gut bei böigem Wind.

Nachteile: Schwieriger aus dem Wasser zu starten. Wenn der Kite einen Salto macht, kann die 5. Leine ihn zerteilen, besonders in der Brandungszone der Wellen.

Bow-Kites, Flat, Hybrid oder 100% Depower
 

Bow-Kite

Diese Kites haben ebenfalls ein Stoffsegel mit aufblasbaren Stäben, die das aerodynamische Profil stabil halten, und ein aufblasbares Hauptrohr (Vorderkante), das die Bogenform aufrechterhält — und sie sind leicht zu starten.

Sie behalten die grundlegenden Eigenschaften der C-Kites bei, jedoch mit einem flacheren Flügeldesign (geringerer Bogen) und spitzen Flügelenden. Außerdem haben sie eine Verzweigung der Waage entlang der Vorderkante für optimalen Tiefgang.

Hybrid-Kite

Vorteile: Maximale Eindringfähigkeit (100% Depower). Die projizierte Fläche ist im Vergleich zu C-Kites deutlich größer als die tatsächliche Fläche. Größerer Windbereich. Sehr leicht aus dem Wasser zu starten.

Nachteile: Weniger leistungsstark, dafür mit mehr Auftrieb. Geringere Sprungfähigkeit (geringere Höhe und längere Parabel).
 

 

FOIL-KITES

 

Foil-Kite

Ähnlich wie Gleitschirme.

Sie haben zwei Stofflagen (Ober- und Unterfläche), die durch mehrere Zellen geteilt sind, die sich durch den Wind, der durch die Frontventile strömt, mit Luft füllen und ihr Profil bilden. Sie haben ein komplexes Leinensystem. Sie übernehmen das gesamte Know-how der Gleitschirmhersteller. Ihre geringe Schwimmfähigkeit und das präzise Handling machen sie am besten für die Nutzung an Land mit einem Mountainboard geeignet.

Vorteile: Gute Traktion. Einige Modelle sind schnell aufgebaut. Im Allgemeinen widerstandsfähiger gegen Stöße, aber sie können auch platzen oder ihre Stoffe reißen lassen. Leicht relaunchbar.

Nachteile: Wenn sie einige Minuten schwimmen, füllen sie sich mit Wasser und können kaum relaunchet werden. Die mehreren Steuerleinen können sich verheddern, besonders in unerfahrenen Händen. Manche Modelle brauchen viel Zeit zum Entlüften beim Verstauen. Wenn sie schlecht eingestellt sind (oder eine Leine verstellt wird), verliert der Kite sein Profil und fliegt nicht mehr.

Eine weitere Frage, die du dir wahrscheinlich stellst, lautet welche Größe sollte mein Kite haben?

Die Größe des Kites hängt von deinem Gewicht und dem Wind ab, in dem du normalerweise fährst. Wenn du beispielsweise 70 kg wiegst und 14 Knoten Wind hast, brauchst du einen 12-Meter-Kite, bei 20 Knoten einen 8-Meter-Kite. Um die richtige Größe zu wählen, ist der beste Weg, einen Fachhändler zu besuchen — dort hilft man dir.

Bedenke, dass du bei einem zu kleinen Kite nicht hochkommst und nicht auf Kurs bleibst, während du bei einem zu großen die Kontrolle verlierst.

Wenn du den Sport ausprobieren möchtest, geben wir dir Tipps zum Kauf gebrauchter Kites, da sie viel günstiger sind. Der Preis hängt von Modell, Baujahr, Größe und Zustand ab.

Ein neuer Kite mit Bar kostet zwischen 1.000€ und 1.500€, während ein gebrauchter 2 oder 3 Jahre alter Kite in gutem Zustand zwischen 600€ und 800€ liegen sollte, je nach Modell und Mittel- oder Oberklasse. 

ACHTUNG: Schau immer genau, was angeboten wird — wenn der Kite nur 1 Jahr alt ist, ist der Preis selten viel niedriger als neu.

Um zu prüfen, ob der Kite in gutem Zustand ist, hier einige Grundpunkte:

Es ist sehr wichtig, den Kite während der Inspektion aufgeblasen zu halten — so siehst du, ob er Druck verliert und wo.

Schau dir die Bar an — die Mittelleine ist am stärksten von Reibung beansprucht. Erkundige dich nach dem Sicherheitssystem und dessen Zustand.

Die Leinen müssen intakt sein — ohne Knoten oder Scheuerstellen. Prüfe die Verbindungen zwischen Kite und Leinen — Verschleiß ist normal, aber sie dürfen nicht ausgefranst sein.

Prüfe das Tuch sorgfältig auf Löcher oder Scheuerstellen, die kurz vor dem Reißen stehen, besonders an den Seitenkanten und Falten.

Ein letzter Tipp: Komm zu uns nach Total Kitesurf und wir helfen dir, in den Sport einzusteigen.

Informationen zu den Kursen